Fraueninitiative e.V.

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16. September 2012

Netzwerk für Frauen in Politik

Geesthacht (kri). Auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Herzogtum Lauenburg, der Landfrauen, des Hausfrauenbundes und der Fraueninitiative trafen sich vor wenigen Tagen mehr als 50 Frauen aus dem ganzen Kreisgebiet im Geesthachter Ratssaal. Ziel der ganztägigen Veranstaltung war es, Frauen zu sensibilisieren, um sich für ein politisches Mandat zu entscheiden.

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Gitta Neemann-Güntner (links) und Barbara Hagen-Bernhardt setzen sich für mehr Frauen in der Politik ein. Foto: hfr

Vertreterinnen aller im Kreis vertretenen demokratischen Frauen stellten sich für ein Interview zur Verfügung. Trotz des immer wieder betonten Zeitaufwandes, der Auseinandersetzungen mit Verwaltungen und anderen Politikern waren sich die Frauen einig, dass der Spaß an der politischen Aufgabe stets höher als die individuellen Belastungen waren und dass keine der Frauen den Schritt in die Politik bisher bereut hätte. Sie bestätigten, dass die Beschäftigung mit den politischen Handlungsfeldern den eigenen Horizont erheblich erweitert hätte.

Dem Grußwort der Kreisgleichstellungsbeauftragten, Elke Hagenah, folgte eine Ansprache der stellvertretenden Kreispräsidentin Gitta Neemann-Güntner. Sie machte deutlich, dass Frauen selbstbewusst ihren eigenen Weg beschreiten müssen, um privat und beruflich voranzukommen. So startete sie selbst ihre politische Laufbahn vor 16 Jahren, als ihre drei Kinder noch zwei, vier und sechs Jahre alt waren. Ein privates Netzwerk aus Familie, Nachbarn und Kindertagesstätte half ihr dabei. Nun gelte es heute, kreisweit ein politisches Netzwerk zwischen Frauen aufzubauen.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schwarzenbek, Petra Michalski, machte deutlich, dass die Gleichstellungsbeauftragten sehr wohl auch für die Gleichstellung von Männern zuständig seien. Die besten Forderungen nach Übernahme von Posten und Macht nützten nichts, wenn nicht auch Frauen bereit seien, diese Aufgaben zu übernehmen. Die rege Beteiligung von Frauen an der Veranstaltung in Geesthacht bewies das Gegenteil.

Viele der Besucherinnen wollten sich ein eigenes Bild von Politik machen, waren noch unentschlossen und gehörten oft auch noch keiner Partei an. Da aber im Mai nächsten Jahres die Kommunalwahlen anstehen, wäre ein Einstieg derzeit besonders günstig. Dafür bieten die Veranstalterinnen weitere Seminare an, die sämtlich parteineutral angelegt sind und Frauen den Einstieg in politische Arbeitsfelder erleichtern sollen. Hierfür steht bereits der nächste Seminartermin fest: der 3. November. Anmeldungen nehmen die Gleichstellungsbeauftragten des Kreises und die Fraueninitiative unter 04153/569 90 50 entgegen.

Quelle: Lokale Wochenzeitungen


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